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Ihm schien es wie gestern.
Seine rechte Lende schien ihm mitmal viel schwerer, die Schwere der Vergangenheit lastete auf ihr.
Er fuhr mit zwei Fingern unbemerkt darüber. Über den Lauf, den Griff..
Das Leder in dem der Revolver von Mephisto steckte gab leise, knirschende Geräusche von sich.
Der Revolver selbst erzeugte keinen Laut.
"Wahnsinn, oder? Mit dem wurde bestimmt jede Menge Blut vergossen." klangen Mephistos begeisteret Worte wieder in seinen Gedanken.
"Zweifelos, jetzt hatte er das" dachte er.
Garr blickte sich um.
Dann hielt er inne.
Er erklomm eine sanft ansteigende Düne und er sah die ausgetretenen Reste eines kleinen Lagerfeuers im Windschatten, auf der Seite, die die Sonne zuerst verließ.
"Winzige Zeichen" knurrte er und hatte dabei ein Grinsen auf den Lippen.
"Er ist durchaus doch menschlich."
Ayu nickte.
Garr kauerte sich nieder.
"Er hat natürlich Teufelsgars verbrannt" flüsterte er kaum hörbar durch eine scharfe Böh des rauen Windes der Wüste.
Die Asche glitt durch seine Hände und er sah Bary an.
"Es ist das einzige was hier draußen überhaupt brennt. In einem rußenden, kümmerlichen Licht. Man sagt, daß der Teufel selbst in den Flammen wohnte. Niemand schaut ins Licht wenn man es verbrennt, denn diejenigen, die hineinsahen werden schließlich in das Feuer gezogen. Und der nächste Mann, der närrisch genug ist, in dieses Feuer zu sehen, könnte dann den vorhergehenden darin erblicken."
Unberüht von Garrs Geschichte blickte Bary gedulig nach Süden, zu den Bergen, wenngleich er nicht hoffte oder erwartete, die dünne gerade Rauchsäule eines anderen Lagerfeuers zu sehen, sondern lediglich beobachtete, weil das eben dazugehörte.
Nichts zu sehen.
"Er war nahe, aber nur relativ nahe." sagte Bary
"Nicht nahe genug als das du ein so agressives Gesciht machen musst" mahnte Ayu.
"Ayu.." begann Bary "Sie lebt.., und sie ist wahrscheinlich mit ihm hinter diesen Bergen."
"Ich weiß..und wir finden sie." antwortete sie und drückte leicht seine Schulter, als ein Zeichen das sie ihn begleiten würde auf diesem schweren Weg.
Garr schlug Funken an das trockene, ausgerissene Gras und legte sich gegen den Wind, so daß der Traumhauch in die Wüste hinauswehen konnte.
Der Wind wehte konstant, davon abgsehen, daß er hin und wieder einen Sandteufel erzeugte.
Die Sterne über ihnen blinkten nicht, auch sie waren konstant.
Nach Millionen Konstellationen, kaltes Feuer in sämtlichen Primärfarben.
Während Bary hinaufsah, wechselte der Himmel von Violett zu Ebenholz. Das Feuer brannte weiter mit träger Flamme und Phantome tanzten in seinem weißglühenden Kern.
Weder Bary, noch Garr oder Ayu sahen es.
Sie schliefen.
Der Wind heulte.
Gelegentlich stöhnte Garr etwas im Schlaf an Worten.
Aber das betrachteten die Sterne über Zeon genauso gleichgültig, wie den zuvorgegangen Kampf der Helden, welcher deren Schicksal trübe machte und ganze Leben völlig verändert hat.

25.5.09 21:21
 


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