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Die Drei waren den letzten Vorläufer des Vorgebirges heruntergekommen.
Es schien ihnen wie Wochen wo sie das letzte mal die Stadt erblickt hatten, seither nur schmale Pfade und hin und wieder Hütten der Grenzbewohner.
Aber auch die letzte Hütte war shcon wieder Tage her und als sie über den letzten erodierten Hügel kamen und das flache Lehmdach sahen, hatten sie eigentlich schon gar nicht mehr damit gerechnet, nochmal eine zu sehen bevor sie ganz ins Gebirge vorstoßen würden.
Der Bewohner, ein überraschend junger Mann mit einem wilden Schopf, das ihm fast bis zur Taile reichte, jätete mit emsiger Hingabe ein krages Maisfeld. Er hob beide Hände zu einem höflichen Gruße, dann beugte er sich wieder seinem Mais zu.
Sein Haar flatterte und wehte im Wind, der jetzt direkt aus der Wüste wehte, weil nichts mehr da war, ihn aufzuhalten.
Bary, Ayu und Garr kamen langsam den Hügel herunter.
Sie blieben am Rand des leblos aussehenden Maisfeldes stehen.
Der Grenzbewohner richtete sich aif, wobei sein Rücken hörbar knackte.
Er musterte die drei furchtlos.
"Ich habe nichts, außer Mais und Bohnen" sagte er.
"Mais ist umsonst, aber für die Bohnen werdet ihr was ausspucken müssen. Ein Mann bringt sie ab und zu vorbei. Er bleibt nicht lange." Der Grenzbewohner lachte kurz.
"Er hat Angst vor Gespenstern."
"Ich nehme an er hällt dich für einses" sagte Bary
"Das nehme ich auch an" erwiderte er.
Sie sahen einander einen Augenblick schweigend an.
Der Grenzbewohner streckte Bary die Hand aus. "Mein Name ist Shigeru." Bary schüttelte die Hand. Als er das tat, krächzte auf dem flachen Gibel des Lehmdaches ein dürrer Rabe.
"Das ist Watari." sagte der Grenzbewohner.
Als er seinen Namen hörte, krächzte der Rabe erneut und flog zu Shigeru herüber.
Er landete auf seinem Kopf und nistete sich mit fest in dem Haarschopf verkrallten Klauen ein.
"Scheiß auf dich." krächzte Watari fröhlich.
Bary nickte ihm liebenswürdig zu.
"Schätze ihr seid hinter dem anderen her."
"Ja" antwortete Bary Sein Mund formete die unausweichliche Frage:
"Wie lange ist es her, seit er vorbeigekommen ist?"
Shigeru zuckte die Achseln.
"Bitte überlege mal ganz genau." drängte sich Ayu hervor.
"Weist du Mädchen, ist 'ne komische Sache mit der Zeit hier draußen. Mehr als eine Woche. Weniger als 3 Tage.
Der Bohnenmann war einmal hier, seit er vorbeigekommen ist. Ich würde sagen 4 Tage. Aber da stimmt wahrscheinlich eh nicht."
"Scheiß auf dich, auf dich und dein Schwert" sagte Watari.
"Hat er Rast gemacht?" fragte Bary
Shigeru nickte.
"Er blieb zum Essen, wie ihr es wohl auch machen werdet."
Bary drehte sich um und ging ein paar Schritte vom Maisfeld entfernt, Watari flog keifend zum Dach zurück. Er verspürte den seltsamen, zitternden Eifer.
"Wovon hat er gesprochen?" frage Ayu.
Shigeru sah sie mit einer hochgezogenen Augenbraue an. "Nicht viel. Meistens hab ich  gesprochen, was nicht üblich ist."
Er machte eine Pause, und das einzige Geräusch war der heulende Wind. "Er ist kein normaler Mensch, nicht?"
"Ja" antwortete Bary, als er wieder neben Ayu stand.
Shigeru nickte bedächtig.
"Ich wusste es. Und ihr?"
"Wir sind nur Menschen" sagte Bary.
"Du wirst ihn nie erwischen" grinte der Grenzbewohner Bary an.
"Ich werde ihn erwischen" gab er zurück.
Sie sahen einander an, und plötzlich, herrschte tiefes Einvernehmen zwischen ihnen.
"Ihr werdet eure Wasservorräte auffüllen wollen." sagte er und wandte sich ab.
"Die Quelle ist hinten unter dem Vorsprung. Ich mache das Essen."
"Ach..? Wer ist eigentlich der schweigende Alte?"
"Garr, mein Ausbilder und Begleiter. Und lass dich vom Alter nicht täuschen." mahnte Bary.
Shigeru grinste nur.

27.5.09 19:23
 


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